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Cobalamine
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Cobalamine sind chemische Verbindungen, die in allen Lebewesen vorkommen und auch als Vitamin-B12-Gruppe (vereinfachend Vitamin B12) bezeichnet werden. Der wichtigste Vertreter aus der Cobalamin-Gruppe ist das umgangssprachlich ebenfalls als Vitamin B12 bezeichnete Adenosylcobalamin, welches auch als Coenzym B12 bekannt ist. Es ist als Kofaktor (Coenzym) Teil mehrerer Enzyme. Beim Menschen sind zwei Cobalamin-abhÀngige Enzyme bekannt, die am Stoffwechsel der AminosÀuren teilnehmen. Cobalamine enthalten das Spurenelement Cobalt als Zentralatom.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

Zur Vitamin-B12-Gruppe gehören auch die Speicherformen

‱ Aquocobalamin bzw. Aquacobalamin (Vitamin B12a, die konjugierte SĂ€ure des Hydroxocobalamins),cite-ref-4-6-0[6]
‱ Hydroxocobalamin bzw. Hydroxycobalamin (Vitamin B12b) und
‱ Nitritocobalamin (Vitamin B12c).

Die Medizin verwendet die biologisch inaktiven Formen Cyanocobalamin und Hydroxocobalamin zur Vitamin-B12-Supplementierung und fĂŒr andere therapeutische Zwecke. Im menschlichen Organismus werden diese Vorstufen in 5-Desoxyadenosylcobalamin und Methylcobalamin umgewandelt. Beide sind als Coenzyme biologisch aktiv.cite-ref-4-6-1[6]

Contents

‱ Geschichte
‱ Vorkommen
‱ Bedarf
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Definitionen

Das Lexikon der medizinischen Laboratoriumsdiagnostik definiert Vitamin B12 als „wasserlösliches, nur in tierischen Lebensmitteln enthaltenes Vitamin.“cite-ref-4-6-2[6] Hierbei wird „Vitamin B12 oder Cobalamin“ als eine Gruppe eng verwandter MolekĂŒle bezeichnet, die als charakteristisches Strukturelement ein Corrinringsystem mit zentral gebundenem Kobaltatom enthalten.cite-ref-4-6-3[6] Cyanocobalamin wird manchmal speziell fĂŒr den Begriff „Vitamin B12“ verwendet.

Forschungsgeschichtlich bedingte Synonymbezeichnungen des Vitamin B12 sind Antiperniziosa-Faktor und Extrinisic-Faktor.cite-ref-4-6-4[6] Die Definition des Pschyrembel betont die Beteiligung der Vitamingruppe an der Zellteilung, der Erythropoese und der Myelinbildung.cite-ref-7[7]

Die International Union of Nutritional Sciences (IUNS) und die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) geben an, dass „Vitamin B12“ als allgemeine Beschreibung fĂŒr alle Corrinoide verwendet werden sollte, die qualitativ die biologische AktivitĂ€t von Cyanocobalamin aufweisen.cite-ref-8[8] Die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) beschreibt allgemeiner, dass „Vitamin B12“ alle Corrinoide mit biologisch qualitativer AktivitĂ€t des Cobalamins umfasst.cite-ref-5-9-0[9]

In PubChem steht Vitamin B12 synonym fĂŒr das Cyanocobalamin,cite-ref-10[10] ebenso in verschiedener Fachliteratur.

Nicht zu verwechseln mit den eigentlichen Cobalaminen sind die Transcobalamine, bei denen es sich lediglich um Transportproteine fĂŒr Vitamin B12 handelt.

Pseudovitamin B 12

Neben den metabolisch verwertbaren Vitamin-B12-Vitameren gibt es Cobalaminanaloga, die keine biologische AktivitĂ€t im Menschen aufweisen.cite-ref-7-11-0[11] In der Literatur werden diese als Pseudovitamin B12 bezeichnet, sie und echtes Vitamin B12 unterscheiden sich im 5. Liganden (5,6-Dimethylbenzimidazol, siehe Abschnitt „Beschreibung“). So trĂ€gt das von Cyanobakterien synthetisierte Pseudovitamin B12 dort eine Adeningruppe als Base. Daneben wurden weitere physiologisch unwirksame Analoga wie Cobinamid identifiziert oder bei denen der 5. Ligand ersetzt ist durch Kresol, 2-Methyladenin, 2-Methyl-S-adenin oder 5-Hydroxybenzimidazol.cite-ref-7-11-1[11]

Mikroorganismen wie Cyanobakterien können diese Formen als Cofaktor verwenden. Teilweise können sie auch Pseudovitamin B12 in Vitamin B12 ĂŒberfĂŒhren.

Die im Menschen unwirksamen Formen werden moderat an den intrinsischen Faktor gebunden, der fĂŒr die Aufnahme von Vitamin B12 nötig ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie die Aufnahme von echtem Vitamin B12 blockieren. Bei der Lebensmittelanalyse besteht kein Standardverfahren, um bioverfĂŒgbares Vitamin B12 von dessen unwirksamen Analoga zu unterscheiden. Daher gibt es fĂŒr Verbraucher derzeit keinen wirksamen Schutz vor falsch-positiven Mengenangaben bei Lebensmitteln.cite-ref-7-11-2[11]

Geschichte

Nachdem schon Anfang der 1920er Jahre der US-amerikanische Pathologe George H. Whipple entdeckt hatte, dass Hunde, die an perniziöser AnĂ€mie (bösartige Blutarmut) litten, durch FĂŒtterung mit roher Leber von dieser sonst tödlich verlaufenden Krankheit geheilt werden konnten, fĂŒhrte die Suche nach der essenziellen Komponente dieser Heilmethode schließlich 1926 zur Beschreibung eines auch beim Menschen wirksamen Antiperniziosa-Faktors durch die beiden US-amerikanischen Ärzte George R. Minot und William P. Murphy,cite-ref-12[12] die dafĂŒr zusammen mit Whipple 1934 den Nobelpreis fĂŒr Medizin erhielten.

Die Isolierung des Wirkstoffs in kristalliner Form gelang erst 1948, und das unabhĂ€ngig voneinander sowohl einem Team amerikanischer Biochemiker um Karl A. Folkers (MSD),cite-ref-science1948-396-13-0[13]cite-ref-folkers-1984-14-0[14] als auch einem britischen Forscherteam um den Chemiker E. Lester Smith (Glaxo).cite-ref-nature-1948-638-15-0[15] Die rot-kristalline Verbindung wurde „Vitamin B12“ genannt. Noch im selben Jahr wurde Vitamin B12 in Milchpulver, in Rindfleischextrakt und FlĂŒssigkulturen verschiedener Bakteriengattungen gefunden.cite-ref-martens-2002-16-0[16] In den 1950er Jahren bot das Unternehmen Pharmazell den Wirkstoffkomplex T-Vitamin Goetsch, zusammengesetzt aus „Vitamin B12, FolsĂ€ure, folinic acid, Bulgaricus Faktor und anderen noch unidentifizierten Stoffen“ an, der die elementaren Zellfunktionen der NukleinsĂ€ure und Proteinsynthese sowie die Energiegewinnung fördern sollte.cite-ref-17[17]

Das Unternehmen Cassella Farbwerke Mainkur hatte in den 1950er Jahren ein die zur Vitamin-B-12-Gruppe gehörende Kobaltverbindung Methylcobalamin enthaltendes PrĂ€parat namens Cobaltin forte als Arzneimittel „bei AnĂ€mien verschiedenster Genese“ angeboten.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]

Im Jahr 1955 konnte die britische Biochemikerin Dorothy C. Hodgkin mit Hilfe der Röntgenbeugung an Cyanocobalamin-Einkristallen deren MolekĂŒlstruktur aufklĂ€ren, wofĂŒr sie u. a. 1964 mit dem Nobelpreis fĂŒr Chemie geehrt wurde.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]

Um 1956 glaubte man im Cyanocobalamin das Vitamin B12 gefunden zu haben, was angesichts seiner Verwendung in wirksamen VitaminprÀparaten zur Begriffsverwirrung beitrug, obwohl es tatsÀchlich eine biologisch inaktive Form ist.cite-ref-lawrence-berliner-22-0[22]cite-ref-23[23]

Die darauf aufbauende Totalsynthese des Cyanocobalamins, damals als „das Vitamin B12“ verstanden, gelang 1972 Albert Eschenmoser und Robert B. Woodwardcite-ref-24[24] und noch heute gilt diese Vitamin-B12-Form als eines der grĂ¶ĂŸten jemals in einem Labor totalsynthetisierten MolekĂŒle.

Beschreibung

Cobalamine sind organometallische Verbindungen mit einem zentralen ein-, zwei- oder dreifach positiv geladenen Cobalt-Ion und als solche die bisher einzigen bekannten cobalthaltigen Naturstoffe. NatĂŒrliche vorkommende Cobalamine mit Vitamin-B12-Wirkung sind das Adenosylcobalamin, das Methylcobalamin und das Hydroxocobalamin. Cyanocobalamin ist hingegen die industriell hergestellte, stabile Cobalamin-Form, die in der Natur nicht vorkommt.cite-ref-5-9-1[9]

Alle Cobalamine besitzen dieselbe Grundstruktur eines Cobaltkomplexes, in dem das Cobaltkation von fĂŒnf Stickstoffatomen und einem sechsten, i. d. R. austauschbaren Liganden umgeben ist, siehe nebenstehende Abbildung. Vier der Stickstoffatome gehören zu einem ebenen Corrin-Ringsystem (blau markiert), das das Cobaltkation so fest umschließt, dass es nur durch Zerstörung des Ringsystems wieder herausgelöst werden kann, wĂ€hrend das fĂŒnfte Stickstoffatom zu einem nucleotidartig an den Corrinring gebundenen 5,6-Dimethyl-benzimidazol-Ring gehört.

Namensgebend fĂŒr das jeweilige Cobalamin indes ist der sechste, austauschbare Ligand, der in den chemischen Strukturformeln meist mit R (fĂŒr Rest) abgekĂŒrzt wird: Ist R eine Hydroxygruppe, handelt es sich bei dem Cobalamin um Hydroxycobalamin, ist R eine Cyanogruppe, um Cyanocobalamin, und bei einem 5'-Desoxyadenosylliganden als Rest um 5'-Desoxyadenosylcobalamin, kurz Coenzym B12.

Meist ist der sechste Ligand R nur schwach an das Cobaltkation gebunden, so dass er leicht durch andere Liganden austauschbar ist und der menschliche Organismus zum Beispiel das therapeutisch eingesetzte Hydroxycobalamin oder Cyanocobalamin (Vitamin B12) durch Austausch der Hydroxy- gegen eine Cyanogruppe und dieser wiederum gegen eine 5'-Desoxyadenosylgruppe in das eigentlich biochemisch aktive Coenzym B12 umwandeln kann.

Cyanocobalamin selbst ist eine geruchlose, tief dunkelrote, kristalline hygroskopische Substanz, die sich nur mĂ€ĂŸig in Wasser und niederen Alkoholen, dagegen gar nicht in (apolaren) organischen Lösungsmitteln wie Aceton, Chloroform oder Ether löst.

Im leicht sauren pH-Bereich von 4–6 ist Vitamin B12 recht temperaturstabil. In basischen Lösungen oder in Gegenwart von Reduktionsmitteln wie AscorbinsĂ€ure (Vitamin C) und SO2 können jedoch grĂ¶ĂŸere Verluste auftreten.cite-ref-25[25] So wurde die Halbwertszeit von Vitamin B12 bei einem pH-Wert von 5,5 und 30-mal so viel Vitamin C in Dunkelheit auf unter 15 Stunden bestimmt (Classic Mineralwasser hat pH 5,5 und Multivitamin-Tabletten enthalten teils 32 000-mal so viel Vitamin C wie B12).cite-ref-26[26]

In der Zelle kommen Cobalamine im Cytosol vor allem als Methylcobalamin, in den Mitochondrien dagegen ĂŒberwiegend als 5'-Desoxyadenosylcobalamin (Coenzym B12) vor. Die Abbildung oben zeigt die allgemeine Strukturformel der Cobalamine mit R als austauschbarem Liganden.

Herstellung

FĂŒr die chemische Reindarstellung von Vitamin B12 aus Streptomyces-Kulturen oder aus Leber wird Cyanid hinzugesetzt.cite-ref-27[27] Die chemische Synthese von Vitamin B12 ist wegen der KomplexitĂ€t der Cobalamine sehr aufwendig. Supplemente fĂŒr den menschlichen Verzehr oder zum Einsatz in Tiernahrung (GeflĂŒgel und Schweine) werden daher meist mittels gentechnisch verĂ€nderten Mikroorganismen hergestellt.cite-ref-28[28] Da lediglich das gereinigte Endprodukt auf den Markt kommt, besteht hierfĂŒr keine Kennzeichnungspflicht.

Funktion im Organismus

Vereinfachend zusammengefasst ist Vitamin B12 wichtig fĂŒr die Zellteilung und Blutbildung sowie die Funktion des Nervensystems. Vitamin B12 nimmt im humanen Organismus als Coenzym an nur zwei enzymatischen Reaktionen teil:

‱ N5-Methyl-Tetrahydrofolat-Homocystein-S-Methyltransferase (Methionin-Synthase, EC 2.1.1.13) und
‱ Methylmalonyl-CoA-Mutase (EC 5.4.99.2)

Die Reaktion der Methionin-Synthase dient u. a. der Regeneration des MethylgruppenĂŒbertrĂ€gers S-Adenosylmethionin (SAM) bzw. der Bildung von Methionin. Dabei wird Homocystein zum Methionin remethyliert. Gelingt dies nicht, bildet sich vermehrt Homocystein, ein Zwischenprodukt beim Abbau der AminosĂ€ure Methionin. Als Methylgruppendonator fungiert dabei N5-Methyl-Tetrahydrofolat (N5-Methyl-THF). Fehlt Coenzym B12, so reichert sich N5-Methyl-THF an und es kommt zu einem sekundĂ€ren Mangel an THF, welches fĂŒr die Synthese der Purinbasen Adenin und Guanin und der Pyrimidinbase Thymin erforderlich ist. Durch einen Mangel an diesen Nukleobasen ist die Synthese insbesondere von DNA, aber auch RNA gestört. Dies Ă€ußert sich vorrangig in Organen mit hoher ZellteilungsaktivitĂ€t wie dem Knochenmark. Es kommt zu einer mehr oder minder ausgeprĂ€gten Panzytopenie im Blut, wobei der Mangel an Erythrozyten – die AnĂ€mie – am offensichtlichsten ist. Die verbleibenden Erythrozyten werden mit HĂ€moglobin so stark angereichert, dass sie einen höheren HĂ€moglobingehalt als normale Erythrozyten haben. Auch sind diese Zellen etwas grĂ¶ĂŸer. Daher spricht man von einer hyperchromen, makrozytĂ€ren AnĂ€mie. Durch die Gabe von FolsĂ€ure kann dieser Block umgangen werden, jedoch löst dieser Ansatz nicht den zugrundeliegenden Vitamin-B12-Mangel, so dass die Behandlung der perniziösen (wörtl. gefĂ€hrlich) oder megaloblastĂ€ren AnĂ€mie bei Vitamin-B12-Mangel mit FolsĂ€ure einen Kunstfehler darstellt.

Der Grund hierfĂŒr ist die zusĂ€tzliche Funktion des Vitamin B12 in der Methylmalonyl-CoA-Mutase. Diese dient der Einschleusung des terminalen Propionyl-CoAs ungeradzahliger FettsĂ€uren, sowie Teilen des KohlenstoffgerĂŒstes der AminosĂ€uren Valin, Isoleucin, Threonin und Methionin in den mitochondrialen Citratzyklus. Das im Rahmen des Abbaus dieser Verbindungen aus Propionyl-CoA (in einem Biotin-abhĂ€ngigen Schritt) gebildete Methylmalonyl-CoA wird durch die Vitamin-B12-abhĂ€ngige Methylmalonyl-CoA-Mutase zu Succinyl-CoA, einem Zwischenprodukt des Citratcyclus, umgesetzt.

Ist dieser Schritt gehemmt, kommt es zu einem Anstieg von MethylmalonsĂ€ure im Plasma und vor allem im Urin. Dieser Stoffwechselweg spielt offenbar eine besondere Rolle im ZNS, da sich ein Vitamin-B12-Mangel bisweilen sogar vor der typischen AnĂ€mie mit Symptomen wie z. B. der funikulĂ€ren Myelose, einer Störung der Pyramidenbahn und der HinterstrĂ€nge, aber auch scheinbaren Altersdemenzen und anderem bemerkbar macht. Daher sollte insbesondere bei Ă€lteren Patienten mit neurologischer Symptomatik ein Vitamin-B12-Mangel als mögliche (Mit-)Ursache ausgeschlossen und ggf. behandelt werden. Erste neurologische Symptome Ă€ußern sich als so genannte Polyneuropathie in Form von KribbelparĂ€sthesien oder anderen Missempfindungen (z. B. leichtes Brennen) in verschiedenen Körperregionen, die anfangs nur vorĂŒbergehend sind.

Aufnahme und Speicherung

In der Nahrung liegt Vitamin B12 an Proteinen gebunden vor und wird grĂ¶ĂŸtenteils im Magen mit Hilfe der MagensĂ€ure sowie proteolytischer Enzyme wie Pepsin herausgelöst.cite-ref-5-9-2[9] In dieser Form bindet es an das im Magen freigesetzte Glykoprotein Haptocorrin. Dieser Komplex wandert in den Zwölffingerdarm. Dort wird Vitamin B12 mittels proteolytischen Enzymen und nach Neutralisation durch aus der BauchspeicheldrĂŒse stammende Hydrogencarbonate wieder freigesetzt.

Der Intrinsische Faktor (IF) nimmt das Vitamin auf, der Komplex ist gegenĂŒber Peptidasen stabil und gelangt schließlich ins Ileum. Durch spezifische Rezeptoren (Cubilin) wird dort die Aufnahme via Endozytose in die Enterozyten der Darmschleimhaut vermittelt.cite-ref-6-29-0[29] Dieser Vorgang benötigt Energie und findet in der Anwesenheit von Calciumionen und in einem schwach saurem Milieu (pH >6) statt. GemĂ€ĂŸ EFSA werden etwa 40 % des in der Nahrung enthaltenen Vitamin B12 absorbiert.cite-ref-5-9-3[9] Über IF können etwa 2 ”g Vitamin B12 pro Mahlzeit aufgenommen werden.cite-ref-6-29-1[29] Werden ĂŒber NahrungsergĂ€nzungsmittel höhere Dosen zugefĂŒhrt, wird das Vitamin auch passiv unspezifisch ĂŒber die Mundschleim- oder Darmschleimhaut absorbiert. Dies erfolgt wesentlich weniger effizient (1–2 %) als die IF-abhĂ€ngige Absorption.cite-ref-6-29-2[29]

In den Lysosomen der Enterozyten wird Vitamin B12 durch proteolytische Spaltung freigesetzt. Im Cytoplasma bindet es an die Methionin-Synthase in Form von Methylcobalamin, in den Mitochondrien an die Methylmalonyl-CoA-Mutase als Adenosylcobalamin.cite-ref-6-29-3[29] Ins Blut gelangt Vitamin B12 hauptsÀchlich in Form von Methylcobalamin.cite-ref-5-9-4[9]

Im Blut wird das Cobalamin an die Cobalamin-bindende Proteine Transcobalamin (TC, 10–30 %) oder Haptocorrin (70–90 %) gebunden.cite-ref-5-9-5[9] Ersteres geschieht an der Epithelzelle im Ileum, es bildet sich Holotranscobalamin (Holo-TC), welches Vitamin B12 schnell an die Zielzellen transportiert. Holo-TC besitzt eine kurze Halbwertszeit von 1–1,5 Stunden, nur in Form von Holo-TC kann Cobalamin in die insbesondere wachsenden Zellen aufgenommen werden. Dies erfolgt durch Endozytose mit Hilfe eines spezifischen, Calciumionen-abhĂ€ngigen Transcobalaminrezeptor (TCblR) – dieser kommt im Körper ĂŒberall vor. In manchen Gewebe wie z. B. den Nieren oder Darm, kann auch Megalin das Holo-TC aufnehmen.

Haptocorrine wurden frĂŒher auch als Transcobalamin I und III bezeichnet, sie sind grĂ¶ĂŸtenteils mit Cobalamin, aber auch metabolisch inerten Analoga gesĂ€ttigt.cite-ref-5-9-6[9] Ihre Halbwertszeit betrĂ€gt 9–10 Tage und sie ĂŒben eine Speicherfunktion aus. Denn die grĂ¶ĂŸten Vitamin-B12-Speicher sind neben den Nieren (durch Megalin vermittelte Aufnahme Holo-TCs) die Leber (etwa 50 %, durch Asialoglycoproteinrezeptoren vermittelte Aufnahme Haptocorrins); in die Leberzellen erfolgt die Aufnahme ausschließlich durch Haptocorrine.cite-ref-5-9-7[9]

Vitamin B12 gelangt kontinuierlich mit GallenflĂŒssigkeit in den DĂŒnndarm, es werden tĂ€glich etwa bis zu 1,5 % des im Körper gespeicherten Vitamins abgegeben. Mit Hilfe des IF wird es grĂ¶ĂŸtenteils wieder reabsorbiert, der Rest wird durch den Kot ausgeschieden. SchĂ€tzungsweise 1–2 ‰ des Vitamin-B12-Pools gehen so tĂ€glich verloren.

Vorkommen

| Lebensmittel | Gehalt in ”g/100 g [ 34 ] |
|---|---|
| Rinderleber | 65 |
| Kalbsleber | 60 |
| Schweineleber | 40 |
| Kalbsniere | 25 |
| HĂŒhnerleber | 20 |
| Schweineniere | 15 |
| Austern | 14,6 |
| Hering | 11 |
| Makrele | 9 |
| Rindfleisch (Muskel) | 5,0 |
| Thunfisch | 4,3 |
| Camembert 30 % Fett i. Tr. | 3,1 |
| Lachs | 2,9 |
| Steppengrille [ 35 ] | 2,9 |
| Emmentaler 45 % Fett i. Tr. | 2,2 |
| HĂŒhnereigelb | 2,0 |
| Totentrompete (Wildform) [ 36 ] | 1,8–2,7 |
| Echter Pfifferling (Wildform) [ 36 ] | 1,1–1,8 |
| Aal | 1 |
| Blutwurst | 1 |
| Schweinefleisch (Muskel) | 0,8 |
| Speisequark 20 % Fett i. Tr. | 0,8 |
| Kabeljau | 0,5–0,8 |
| Kuhmilch 3,5 % Fett | 0,4 |
| Sojasauce | 0,3 |
| Tempeh | 0,3 |
| Ingwer | 0,16 |
| HĂŒhnereiweiß | 0,1 |
| GemĂŒse | 0,01 |
| Sauerkraut | 0 |

Cobalaminquellen

Tiere sind nicht in der Lage, Vitamin B12 selbst herzustellen. Vitamin B12 wird in der Natur von Mikroorganismen – insbesondere Bakterien, aber auch Archaeen – produziert,cite-ref-37[37] die als Symbionten sowohl im Verdauungstrakt von Tieren als auch auf der OberflĂ€che pflanzlicher Wirte (z. B. Leguminosen) vorkommen.cite-ref-leitzmann-33-1[33]

Im menschlichen und tierischen Organismus wird Vitamin B12 vor allem in Leber und Niere akkumuliert, in Pflanzen kann es nur in Spuren vorkommen.cite-ref-4-6-5[6] In höheren Pflanzen kommt Vitamin B12 vor allem in den Wurzeln vor, in den grĂŒnen Teilen dagegen fast nicht.cite-ref-38[38]

Alles- und Fleischfresser decken ihren B12-Bedarf durch den Konsum von Fleisch, insbesondere Innereien. GeflĂŒgelarten und Schweine können das in ihrem Darm produzierte B12 nur unzureichend resorbieren und sind daher auf eine exogene Versorgung ĂŒber ihr Futter angewiesen.cite-ref-pharmakotherapie-39-0[39] In der Schweinemast wird dem Futter hierfĂŒr entweder Fischmehl oder Vitamin B12 zugesetzt; letzteres in einer Dosierung von 10 ”g pro kg Futter.cite-ref-40[40] Auch im menschlichen Dickdarm kommen Bakterien vor, die Vitamin B12 produzieren. Allerdings reicht diese Synthese zur Bedarfsdeckung nicht aus und das dort gebildete Vitamin wird ĂŒberwiegend mit dem Stuhl ausgeschieden.

Bei WiederkĂ€uern wird das Vitamin im Pansen, bei anderen Pflanzenfressern im Dickdarm gebildet.cite-ref-kl-cking-41-0[41] Ein Mangel bei WiederkĂ€uern beruht in der Regel auf unzureichender Cobaltzufuhr.cite-ref-pharmakotherapie-39-1[39] In der Tierproduktion wird dem Futter in Spuren Cobalt hinzugefĂŒgt, falls die Tiere von cobaltarmen WeideflĂ€chen ernĂ€hrt werden mĂŒssen. HierĂŒber soll Wachstums- und Laktationsstörungen, Blutarmut und Appetitlosigkeit entgegengewirkt werden.cite-ref-42[42] Einige Arten von Pflanzenfressern können durch Aufnahme ihres Blinddarmkots Vitamin B12 zufĂŒhren. Der Kot ist reich an Vitaminen des B-Komplexes und Vitamin K. Das Verhalten wird Caecotrophie genannt und ist unter anderem von Nagetieren (Rodentia) und Hasenartigen (Lagomorpha) bekannt. Hindert man Kaninchen an der Aufnahme ihres Blinddarmkots, sinkt die Ausnutzung an NĂ€hrstoffen einschließlich Vitaminen aus dem Futter.

Cobalamingehalt einiger Lebensmittel

Vitamin B12 ist in fast allen Nahrungsmitteln tierischer Herkunft (auch Eiern und Milchprodukten) zumindest in nennenswerten Mengen enthalten.cite-ref-6-29-4[29] Im Vergleich zu Kuhmilch (0,4 ”g/100 g) enthÀlt Muttermilch nur durchschnittlich 0,05 ”g/100 g.cite-ref-r-mpp-hm-43-0[43] Andere Quellen sind vitaminsupplementierte Nahrungsmittel und NahrungsergÀnzungsmittel.cite-ref-0-44-0[44] Das in der Nahrung enthaltene Vitamin B12 wird bei der Zubereitung nicht zerstört.cite-ref-8-45-0[45]

Nach etablierter Fachmeinung enthĂ€lt keine pflanzliche Nahrung fĂŒr den menschlichen Bedarf ausreichende Mengen der verwertbaren Form des Vitamins.cite-ref-4-6-6[6]cite-ref-46[46] Wenn diese Lebensmittel trotzdem Spuren an Vitamin B12 enthalten, sind sie mit Vitamin-B12-produzierenden Bakterien kontaminiert.cite-ref-8-45-1[45] Manche Nahrungsmittel wie Spirulinacite-ref-47[47] oder AFA-Algencite-ref-48[48] enthalten große Mengen an biologisch unwirksamem Pseudovitamin B12.cite-ref-0-44-1[44] Chlorella biosynthetisiert selbst nicht Vitamin B12, sondern nimmt es aus der Umgebung auf, beispielsweise von vergesellschafteten Bakterien.cite-ref-9-49-0[49] Daher können die Gehalte bei Chlorella-Supplemente erheblich schwanken,cite-ref-9-49-1[49] die Gehaltsangaben sind zudem nicht immer zuverlĂ€ssig.cite-ref-10-50-0[50] Ob das in den Produkten vorhandene Vitamin B12 fĂŒr den Menschen bioverfĂŒgbar und nutzbar ist, ist nach Angaben in der Literatur nicht eindeutig.cite-ref-10-50-1[50]cite-ref-7-11-3[11]

Durch MilchsĂ€uregĂ€rung haltbar gemachte GemĂŒse und Leguminosen – wie etwa Erbsen, Bohnen und Lupinen – und Zingiberales wie Ingwer besitzen einen, wenn auch geringen, Gehalt an Vitamin B12.cite-ref-stockfisch-30-1[30] Aktuell gibt es jedoch zu wenige oder gar keine Belege, dass fermentierte Nahrungsmittel einen ausreichenden B12-Status aufrechterhalten können.cite-ref-0-44-2[44]

Auf der Suche nach möglicherweise geeigneten Vitamin-B12-Quellen fĂŒr Vegetarier, die auch Vitaminsupplementierung meiden, stießen Watanabe et al. auf die Koreanische Rotalge (Porphyra sp.). Nach einer 2014 veröffentlichten Berechnung der Autoren könnte der tĂ€gliche Konsum von 4 g der getrockneten Meeresalge, die in dieser Form auch unter der kulinarischen Bezeichnung Nori bekannt ist, einen Vitaminbedarf in Höhe von 2,4 ”g decken. Diese Aussage beruht auf Daten aus einer In-vitro-Verdauungssimulation von getrocknetem Porphyra sp., die bereits im Jahr 2009 publiziert wurden. Um die BioaktivitĂ€t des Cobalamin aus Nori zu belegen, wurde 2001 ein Tierversuch mit gefriergetrocknetem Porphyra yezoensis publiziert.cite-ref-watanabe-2014-51-0[51] Bereits 1991 veröffentlichten Dagnelie et al. Tests mit Nori, Spirulina und fermentierter pflanzlicher Nahrung an Vitamin-B12-defizitĂ€ren Kindern und beobachteten eine weitere Erhöhung des mittleren Erythrozyteneinzelvolumens. Die Autoren schlossen daraus, dass die BioverfĂŒgbarkeit des Cobalamins aus diesen Quellen fraglich sei. Sie fanden es ungerechtfertigt, Algen und „andere pflanzliche Nahrung“ als eine sichere Vitamin-B12-Quelle zu empfehlen.cite-ref-2-52-0[52] Die Übersichtsarbeit von Rizzo et al. aus dem Jahr 2016 bewertete die vorliegenden in-vitro-Tests als vielversprechend, wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass ausreichende Humanstudien fehlen, um die Nutzung von Algen in der Versorgung mit Vitamin B12 als vorteilhaft zu betrachten.cite-ref-53[53]

Der Vitamin-B12-Gehalt getrockneter Shiitake-Fruchtkörper schwankt erheblich, er liegt durchschnittlich bei ca. 5,6 ”g pro 100 g Trockenmasse. Die Schwankungen begrĂŒnden sich damit, dass der Pilz das Vitamin nicht selbst herstellen kann, sondern aus der Umwelt aufnehmen muss. Als eigentliche Vitamin-Quelle werden B12-produzierende Bakterien vermutet, die mit dem Pilz in Kontakt kommen.cite-ref-9-49-2[49] Watanabe et al. schĂ€tzen ein, dass die Aufnahme von etwa 50 g getrockneter Shiitake-Fruchtkörper einen Vitamin-B12-Tagesbedarf fĂŒr Erwachsene in Höhe von 2,4 ÎŒg decken könnte. Allerdings bewerten die Autoren die Aufnahme solch großer Mengen dieser Pilzfruchtkörper auf einer tĂ€glichen Basis als nicht praktikabel.cite-ref-watanabe-2014-51-1[51]

Bedarf

| Altersgruppe | SchĂ€tzwerte fĂŒr eine angemessene Zufuhr ( D-A-CH , 2018) [ 1 ] | Adequate Intake (AI) ( EFSA , 2015) [ 9 ] | Recommended Daily Allowance (RDA) (USA, 1998) [ 55 ] |
|---|---|---|---|
| SĂ€uglinge (bis 12 Monate) | 0,5–1,4 | 1,5 (7–11 Monate) | 0,4–0,5 (AI) |
| Kleinkinder (1 bis <3 Jahre) | 1,5 | 1,5 | 0,9 (1–3 J.) |
| Kleinkinder (4 bis <7 Jahre) | 2,0 | 1,5 | 1,2 (4–8 J.) |
| Kinder (7 bis <10 Jahre) | 2,5 | 2,5 (7–10 J.) | |
| Kinder (10 bis <13 Jahre) | 3,5 | 3,5 (11–14 J.) | 1,8 (9–13 J.) |
| Jugendliche (13 bis <15 Jahre) | 4,0 | 3,5 | |
| Adoleszente (15 bis <19 Jahre) | 4,0 | 4,0 (15–17 J.) | 2,4 (14–18 J.) |
| Erwachsene (≄19 Jahre) | 4,0 | 4,0 (≄18 J.) | 2,4 (≄19 J.) |
| Schwangere | 4,5 | 4,5 | 2,6 |
| Stillende | 5,5 | 5,0 | 2,8 |

Der tĂ€gliche Bedarf kann derzeit nur geschĂ€tzt werden.cite-ref-sch-tzung-56-0[56] Die SchĂ€tzwerte fĂŒr eine angemessene Zufuhr sind viel geringer als bei den meisten anderen Vitaminen und liegen im ”g-(Mikrogramm-)Bereich (vgl. Tabelle).

Die biologische Halbwertszeit des Vitamins B12 betrĂ€gt 450–750 Tage. Das Vitamin wird stĂ€ndig mit GallensĂ€uren in den DĂŒnndarm abgegeben und an dessen Ende – dem terminalen Ileum – mithilfe des intrinsischen Faktors wieder aufgenommen. Der Bedarf ergibt sich also aus den Mengen, die im Ileum nicht wieder rĂŒckresorbiert werden konnten. Falls es zur Störung bei der Bildung des intrinsischen Faktors kommt, kann das Vitamin nur in geringen Mengen aufgenommen oder rĂŒckresorbiert werden, wodurch sich die Speicher im Organismus schneller leeren. Die meisten FĂ€lle von Mangel an Vitamin B12 werden durch Störungen bei der Bildung des intrinsischen Faktors verursacht. Wie lange das gefĂŒllte Depot ausreicht, kann daher bei Patienten nach erfolgter Gastrektomie abgeschĂ€tzt werden – diese bilden keinen intrinsischen Faktor mehr, wodurch sie die FĂ€higkeit zur Vitamin-B12-Aufnahme aus der Nahrung verloren haben. Bei ihnen manifestiert sich ein Mangel (megaloblastĂ€re AnĂ€mie) nach 2 bis 5 Jahren.cite-ref-8-45-2[45]

WĂ€hrend in der Leber gesunder Erwachsene 2000–3000 ”g Vitamin B12 gespeichert sind,cite-ref-5-9-9[9] enthĂ€lt die eines gut ernĂ€hrten Neugeborenen nur 25–30 ”g des Vitamins.cite-ref-57[57] Generell haben SĂ€uglinge geringe Vitamin-B12-Reserven.cite-ref-rzteblatt1998-58-0[58] Gestillte Kinder von Frauen, die sich vegan ernĂ€hren und nicht ausreichend supplementieren, und deren Muttermilch deshalb arm an Vitamin B12 ist, entwickeln ohne ZufĂŒtterung tierischer Lebensmittel oder von PrĂ€paraten meist im zweiten Lebenshalbjahr Symptome eines Mangels.cite-ref-rzteblatt1998-58-1[58] Die bei vegetarischer ErnĂ€hrungsweise typischerweise hohe FolsĂ€urezufuhr vermag die hĂ€matologischen Symptome einer Vitamin-B12-Unterversorgung zu ĂŒberdecken, so dass der Mangel bis zum Auftreten neurologischer Symptome unentdeckt bleiben kann.cite-ref-ada-59-0[59] Auch bei veganer ErnĂ€hrung manifestieren sich Defizite unter UmstĂ€nden erst nach einigen Jahren, pflanzliche Lebensmittel decken nicht den Vitamin-B12-Bedarf.cite-ref-bfr-60-0[60]cite-ref-1-61-0[61] Dagegen kann die Versorgung an Vitamin B12 bei einer ovo-lakto-vegetarischen ErnĂ€hrungsweise gedeckt sein.cite-ref-1-61-1[61]

Vitamin-B 12 -Mangel (Hypovitaminose)

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Hauptartikel

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Vitamin-B12-Mangel

Mangelerscheinungen

Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es zur perniziösen AnĂ€mie (Perniziosa), einer Erkrankung des Blutbildes, und zur funikulĂ€ren Myelose – einer SchĂ€digung des Zentralnervensystems mit neurologischen Dysfunktionen – kommen. In den letzten Jahren mehrten sich zudem die Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-B12-Mangel und anderen Krankheitsbildern wie z. B. Demenz und Neuropathien. GrundsĂ€tzlich sind niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen im Blutserum bei Ă€lteren Menschen hĂ€ufiger zu beobachten.

Ein Mangel kann durch unzureichende oder einseitige Zufuhr mit der Nahrung (z. B. bei veganen ErnĂ€hrungsformen),cite-ref-62[62] durch unzureichende Resorption, z. B. bei langandauernder Einnahme von Protonenpumpenhemmern zum Magenschutz,cite-ref-doi10-1001-jama-2013-280490-63-0[63] oder durch erhöhten Bedarf z. B. bei Alkoholismus verursacht werden. Bei mangelhafter AufnahmefĂ€higkeit im Magen-Darm-Trakt fehlt dem Organismus im Magensaft der fĂŒr die Vitamin-B12-Aufnahme unabdingbar intrinsische Faktor. HĂ€ufigster Grund hierfĂŒr ist altersbedingt eine chronisch atrophische Gastritis.cite-ref-64[64] Auch eine Störung bei der Aufnahme im terminalen Ileum kann zu einem Mangel fĂŒhren.

Die ersten Anzeichen von Vitamin-B12-Unterversorgung bei erwachsenen Personen können Kribbeln und KĂ€ltegefĂŒhl in HĂ€nden und FĂŒĂŸen, Erschöpfung und SchwĂ€chegefĂŒhl, Konzentrationsstörungen und sogar Psychosen sein. Des Weiteren kann auch Haarausfall auftreten.cite-ref-65[65]

Typische Folgen eines Vitamin-B12-Mangels sind:

‱ Methylmalonat-Acidurie (fehlende Methylmalonyl-CoA-Mutase-AktivitĂ€t)
‱ Homocystinurie (fehlende Methionin-Synthase-AktivitĂ€t, ggf. sekundĂ€r Methionin-Mangel)
‱ megaloblastĂ€re AnĂ€mie (Störung des FolsĂ€urestoffwechsels durch Block der N5-Methyl-THF-Spaltung zu THF)
‱ Hypersegmentierte Leukozyten (Zeichen der Überalterung aufgrund der Syntheseprobleme)
‱ sensorische Neuropathie (wohl Folge der fehlenden Methylmalonyl-CoA-Mutase-AktivitĂ€t und der AnĂ€mie)

Nach einer Magenresektion oder bei einer Autoimmungastritis (A-Gastritis), bei der sich die Immunreaktion gegen die den intrinsischen Faktor bildenden Belegzellen (= Parietalzellen) richtet, ist daher die Aufnahme des Vitamin B12 – zumindest bei normalem Angebot – kaum möglich, so dass sich in der Folge ein Vitamin-B12-Mangel ausbilden kann. Auch bei einer schweren EntzĂŒndung des Ileums, insbesondere dem Morbus Crohn (Ileitis terminalis), aber auch anderen intestinalen Erkrankungen mit Malabsorptionssyndrom, oder nach Resektionen des terminalen Ileum bzw. des Magens, kommt es typischerweise zu einem Vitamin-B12-Mangel.

In diesen FĂ€llen ist eine regelmĂ€ĂŸige Substitution von Vitamin B12 erforderlich, wobei diese jedoch unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes in Form von intramuskulĂ€rer, subcutaner oder selten auch intravenöser Injektion erfolgen sollte. Nur bei Gabe hoher Dosen wird Vitamin B12 auch unspezifisch im DĂŒnndarm aufgenommen. Dabei ist jedoch die Resorptionsquote nicht vorhersehbar und daher ist eine orale Vitamin-B12-Substitution in diesen FĂ€llen im Allgemeinen ungenĂŒgend.

Das erste wirksame PrÀparat zur Behandlung der perniziösen AnÀmie, das in den 1930er Jahren entwickelte Campolon, beruhte auf gereinigten Extrakten aus Lebern von Schlachttieren und enthielt Vitamin B12 als Hauptbestandteil. Es löste die zuvor praktizierte LeberdiÀt ab, bei der die Patienten tÀglich rohe Leber oder daraus hergestellte Speisen zu sich nehmen mussten.

Akuter B12-Mangel durch Sedierung oder Narkose

Unter Anwendung von Distickstoffmonoxid (Lachgas) kann es zur Störung der Wirkung von Vitamin B12 und FolsĂ€ure kommen und damit zu den Folgen einer perniziösen AnĂ€mie. Distickstoffmonoxid oxidiert im Körper Vitamin B12, welches dann als Co-Enzym dem Enzym Methionin-Synthase nicht mehr zur VerfĂŒgung steht.cite-ref-66[66] So kommt es bei einer Anwendung von Distickstoffmonoxid von ĂŒber sechs Stunden zu einer Funktionsabnahme der Methionin-Synthase, die fĂŒr die Produktion vieler wichtiger Proteine wichtig ist.cite-ref-67[67]

Test auf Vitamin-B 12 -Mangel

Allgemein verĂ€ndert ein latenter Vitamin-B12-Mangel bis zu vier im Blut messbare Biomarker (Holotranscobalamin, Gesamt-B12-Spiegel, Homocystein und MethylmalonsĂ€ure), je nach AusprĂ€gung des Mangelzustands. Der bei dauerhafter Vitamin-B12-Unterversorgung sensitivste und als erster auffĂ€llig werdende Laborwert ist hierbei der Wert fĂŒr Holotranscobalamin (Holo-TC) im Serum. Insbesondere ein Holo-TC von unter 35 pmol/l weist auf einen Vitamin-B12-Mangel hin.cite-ref-68[68] Ist nur der Holo-TC-Wert verringert, so treten in diesem Stadium noch keine klinischen oder hĂ€matologischen Symptome auf. Die Feststellung eines Vitamin-B12-Mangels in diesem Stadium erlaubt eine Substitutionstherapie, bevor irreversible neurologische SchĂ€digungen auftreten.cite-ref-herrmann-69-0[69]

Bei einem fortschreitenden Mangel können auch erhöhte Homocysteinwerte sowie erhöhte Werte fĂŒr die MethylmalonsĂ€ure (MMA) auftreten. Diese Werte mĂŒssen daher in der Regel erst bei AuffĂ€lligkeit des Holo-TC-Wertes oder bei anderweitigem Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel (bspw. bei erhöhtem Kreatinin)cite-ref-70[70] abgeprĂŒft werden. Jedoch können erhöhte MethylmalonsĂ€urewerte auch im Zusammenhang mit Stoffwechselstörungen stehen, wie der Methylmalonazidurie. Wenn erhöhte MethylmalonsĂ€urewerte noch mit erhöhten MalonsĂ€urewerten einhergehen, kann dies fĂŒr eine kombinierte Malon- und Methylmalonazidurie (CMAMMA) sprechen.cite-ref-71[71] Der Gesamt-Vitamin-B12-Spiegel im Serum ist oft der zuletzt abfallende und dazu relativ unspezifische und unsensitive Bio-Marker zur Feststellung einer latenten Vitamin-B12-Mangelversorgung, demzufolge hat dieser Parameter fĂŒr die frĂŒhzeitige Feststellung eines Vitamin-B12-Mangels nur eine begrenzte Aussagekraft.cite-ref-herrmann-69-1[69]

Labormethodik

Da es keinen Goldstandard zur Bestimmung des Vitamin-B12-Status eines Menschen gibt (Stand 2013),cite-ref-goldstandard-72-0[72] wird z. B. von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung die Bestimmung mehrerer Marker aus dem Blutserum fĂŒr die Untersuchung der B12-Versorgung empfohlen.cite-ref-73[73]

Seit der Jahrtausendwende wird zur Bestimmung des Cobalamin-Spiegels im Blut ein CBLA-Assay durchgefĂŒhrt (competitive-binding luminescence assay), der die frĂŒheren mikrobiologischen und Radioisotopen-Dilutions-Assays der 1970er Jahre abgelöst hat. Einzelfallberichte und kleinere Studien deuten darauf hin, dass diese neueren Assays bei Patienten mit perniziöser AnĂ€mie systematische Fehler aufweisen.cite-ref-goldstandard-72-1[72] Kleine klinische Serien bestĂ€tigten, dass die Assays eine hohe Rate falsch-negativer Ergebnisse (zwischen 22 und 35 %) produzieren, d. h., in einem von drei bis fĂŒnf FĂ€llen wird statt eines Cobalamin-Mangels fĂ€lschlicherweise ein Normalspiegel ermittelt.cite-ref-74[74]

Überdosierung (Hypervitaminose)

Therapeutische – meist intravenöse – Überdosen werden mit lokalen allergischen Beschwerdencite-ref-75[75] sowie einer Form der Akne (Acne medicamentosa) in Verbindung gebracht.cite-ref-76[76] Auch die extrem hoch dosierte Verwendung als Gegengift von bis zu 5 g (= 5.000.000 ”g) Hydroxocobalamin ist laut EFSA erprobt und sicher.cite-ref-efsa-2006-77-0[77]

Die wissenschaftlichen EinschĂ€tzungen einer tĂ€glichen Höchsteinnahmemenge (engl. UL, Tolerable Upper Intake Level) variieren und basieren auf einfachen SchĂ€tzungen, weil – so u. a. das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) – Untersuchungen mit sehr hohen Einnahmedosen „keine nachteiligen gesundheitlichen Effekte gezeigt haben“ bzw. die zur Berechnung benötigten ToxizitĂ€tswerte NOAEL und LOAEL nicht vorliegen.cite-ref-bfr-neu-78-0[78]cite-ref-bfr-2021-54-1[54]cite-ref-efsa-2006-77-1[77] Einen UL hatte der frĂŒhere Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (SCF) 2000cite-ref-bfr-2021-54-2[54] bzw. die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2006cite-ref-efsa-2006-77-2[77] nicht festgelegt.

FĂŒr NahrungsergĂ€nzungsmittel hat das BfR 2021 die Einnahme von 25 ÎŒg Vitamin B12 pro Tag (2004 noch 9 ÎŒg)cite-ref-bfr-60-1[60] als sichere Obergrenze angegeben.cite-ref-bfr-2021-54-3[54] Die EinschĂ€tzung des BfR basiert auf Basis von Verzehrdaten aus den USA. Hierbei hat man bei einer geschĂ€tzten Aufnahmemenge von 100 ÎŒg pro Tag ĂŒber Supplemente keine unerwĂŒnschten Wirkungen beobachtet. GemĂ€ĂŸ EFSA von 2006 waren von einer zusĂ€tzlichen Aufnahme von bis zu 1.000 ”g pro Tag bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Vitamin-B12-Aufnahme keine unerwĂŒnschten Wirkungen bekannt, diese wurden aber auch nicht erfasst.cite-ref-efsa-2006-77-3[77] Die Datenlage nach Stand 2004 ließ außerdem keine RisikoabschĂ€tzung zur oralen Verabreichung explizit von Cyanocobalamin zu.cite-ref-bfr-60-2[60] In Europa hat man sich noch nicht ĂŒber eine einheitliche Höchstmenge fĂŒr NEMs geeinigt; wĂ€hrend in manchen LĂ€ndern keine Begrenzungen vorweisen, liegt sie in Italien bei 1.000 ”g pro Tag und in Österreich bei 25 ”g pro Tag.cite-ref-79[79]

2005 stuften die WHO bzw. die FAO Vitamin B12 als Substanz ohne bekannten negativen Gesundheitseffekt ein („Nutrient substances with no identified adverse health effects“).cite-ref-80[80] Bei solchen Substanzen wird fĂŒr die Risikobewertung der „highest observed intake“ („höchste beobachtete Einnahme“) als Richtlinie fĂŒr die sichere Obergrenze gewĂ€hlt.

Im Rahmen einer 2018 veröffentlichten Metastudie wurden die Daten aus 20 vorhergegangenen Einzelstudien analysiert sowie eine Mendelsche Randomisierung durchgefĂŒhrt. Die Autoren konnten die Korrelation zwischen erhöhten Cobalaminspiegeln und bestimmten Tumoren (Adenokarzinom, kleinzelliges Bronchialkarzinom) nachweisen und vertreten die Auffassung, dass ihre Ergebnisse die Hypothese eines kausalen Zusammenhangs unterstĂŒtzen.cite-ref-81[81] Die in die Studie eingeschlossenen Patienten wiesen vor allem aufgrund diverser genetischer Varianten erhöhte Cobalaminspiegel auf. Unklar bleibt daher, inwiefern risikobehaftete Cobalaminspiegel auch durch orale Supplementation erreicht werden können. Unklar bleibt auch, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen einem hohen Spiegel und dem Risiko besteht oder ob ein hoher Cobalaminspiegel nur ein Indikator fĂŒr andere Risikofaktoren wie z. B. erhöhten Fleischkonsum und EntzĂŒndungen wegen chronischer Erkrankungen ist oder weil die NahrungsergĂ€nzungsmittel wegen anderer Leiden genommen werden. Eine weitere Studie, die NHANES-Daten auswertete, konnte einen Zusammenhang v. a. von niedrigen Serumspiegeln mit erhöhter MortalitĂ€t ermitteln. Die Risiken erhöhter Spiegel hatten dieser Studie zufolge keinen Zusammenhang mit erhöhten Einnahmemengen.cite-ref-82[82]

Weitere Verwendung

Verwendung als Gegengift

Hydroxycobalamin ist ein Antidot bei Vergiftungen durch Cyanide bzw. BlausÀure. Cyanidvergiftungen kommen hauptsÀchlich im Rahmen von KunststoffbrÀnden vor. Weitere Ursachen können die versehentliche oder absichtliche Einnahme, das Einatmen oder ein Hautkontakt bei IndustrieunfÀllen sein.

Die klinische Symptomatik Koma, Bradykardie und Hypotonie von Rauchgasexponierten im Rahmen eines Brandes sollte an eine Cyanidintoxikation denken lassen. Wie Kohlenmonoxid und Nitrose-Gase ist auch BlausÀure im Rahmen der BrandbekÀmpfung messbar und erhÀrtet den Verdacht auf eine Intoxikation. Die Therapie mit 4-Dimethylaminophenol (4-DMAP) ist bei Rauchgasexponierten zu meiden, da dies als Met-HÀmoglobinbildner die Oxigenierung negativ beeinflusst.

Unter dem Handelsnamen Cyanokit erhielt die Firma Merck KGaA am 29. November 2007 fĂŒr Hydroxocobalamin ĂŒber das zentralisierte Verfahren von der EuropĂ€ischen Kommission die Marktzulassung zur Behandlung erwiesener oder vermuteter Cyanidvergiftung bei Erwachsenen und Kindern.cite-ref-83[83] Hydroxocobalamin ist eine Form von Vitamin B12, das Cyanid-Ionen bindet. Dabei entsteht Cyanocobalamin, das ĂŒber die Nieren mit dem Urin ausgeschieden wird. So wird die Bindung des Cyanids an die Cytochrom-c-Oxidase verhindert. Die Anfangsdosis fĂŒr Cyanokit bei Erwachsenen liegt bei 5 g des Wirkstoffes, die als intravenöse Infusion zu verabreichen ist. In AbhĂ€ngigkeit von der Schwere der Vergiftung und der klinischen Reaktion kann eine zweite Dosis von 5 g bis zu einer Gesamtdosis von 10 g verabreicht werden.

Das Risiko-Nutzen-VerhÀltnis im Rahmen der Behandlung der Cyanidvergiftung mit Hydroxocobalamin ist gut. Als hÀufige Nebenwirkung kommt es zu einer harmlosen ca. eine Woche andauernden RotfÀrbung der Haut und des Urins sowie zu einem leichten Blutdruckanstieg.cite-ref-84[84]

Topische Anwendung auf der Haut

Cyanocobalamin wird alternativmedizinisch zur Behandlung des atopischen Ekzems (Neurodermitis) und der Schuppenflechte (Psoriasis) in Form von Salben mit 0,07%igem Vitamin-B12 auf Grundlage von Avocadoölcite-ref-pharmaze-31407-85-0[85] eingesetzt. Bevor die Salbe im November 2009 unter dem Markennamen Regividerm als Medizinprodukt auf den Markt gebracht wurde, fand sie durch die Fernsehdokumentation Heilung unerwĂŒnscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern, die am 19. Oktober 2009 von der ARD gesendet wurde, ein großes und im Verlauf auch kritisches Medieninteresse.cite-ref-labjournal-86-0[86]cite-ref-focus-87-0[87]cite-ref-88[88]cite-ref-89[89] Peter Schönhöfer, ein klinischer Pharmakologe, der vom WDR im Rahmen der Produktion dieser Dokumentation mit der Begutachtung der Studien beauftragt worden war, zog deren Aussagekraft kurz nach der Sendung in Zweifel, da aufgrund der niedrigen Patientenzahlen ĂŒberhaupt keine belastbare Aussage darstellbar sei. Seine schon wĂ€hrend der Produktion dem WDR gegenĂŒber ausgesprochenen Warnungen seien ignoriert worden.cite-ref-90[90] Der Dermatologe und Studien-Koautor Peter Altmeyer Ă€ußerte gegenĂŒber FOCUS, seine kleine Seitenvergleichsstudie ohne Kontrollgruppe mit 13 Psoriasis- und 49 Neurodermitispatienten sei von der ARD hochgejubelt und falsch interpretiert worden. FĂŒr einen Beweis der Wirksamkeit sei ein Feldversuch mit einigen tausend Patienten notwendig.cite-ref-focus-87-1[87]

Seit MĂ€rz 2010 darf das besagte Produkt nicht mehr unter dem Namen Regividerm vertrieben werden, es heißt nun Mavena B12 Salbe.cite-ref-91[91]

Weder in der gĂŒltigen S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“,cite-ref-92[92] noch in der S3-Leitlinie „Psoriasis vulgaris“cite-ref-93[93] bzw. S2k-Leitlinie „Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen“cite-ref-94[94] ist eine Supplementierung von Vitamin B12 als wirksame Therapie gelistet.

Literatur

‱ Wolfgang Herrmann, Rima Obeid: Ursachen und frĂŒhzeitige Diagnostik von Vitamin-B12-Mangel. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 105, Nr. 40, 2008, S. 680–685, doi:10.3238/arztebl.2008.0680.
‱ Wolfgang Herrmann, Rima Obeid (Hrsg.): Vitamins in the prevention of human diseases. de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-021448-2.
‱ E. V. Quadros: Advances in the understanding of cobalamin assimilation and metabolism. In: British Journal of Haematology. Band 148, Nummer 2, Januar 2010, S. 195–204, doi:10.1111/j.1365-2141.2009.07937.x. PMID 19832808. PMC 2809139 (freier Volltext). (Review).
‱ Fumio Watanabe, Tomohiro Bito: Vitamin B12 sources and microbial interaction. In: Experimental Biology and Medicine (Maywood, N.J.). Band 243, Nr. 2, Januar 2018, S. 148–158, doi:10.1177/1535370217746612, PMID 29216732, PMC 5788147 (freier Volltext) – (englisch).

Weblinks

‱ Die Aufnahme von Vitamin B12 (Übersichtsgrafik)
‱ Vitamin B12 – alles, was du wissen musst., Quarks, 10. Juni 2021
‱ Anna Stahl, Helmut Heseker: Vitamin B12 (Cobalamine) (PDF; 0,3 MB), ErnĂ€hrungs Umschau, Oktober 2007
‱ Vitamin B12 – bei pflanzenbasierter ErnĂ€hrung besonders auf eine angemessene Versorgung achten – FAQ vom Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR), 18. Oktober 2023, abgerufen am 30. Oktober 2023.

Einzelnachweise

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cite-note-chemidplus-33. Eintrag zu Cobamamide in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM) (Seite nicht mehr abrufbar, Inhalt nun verfĂŒgbar via PubChem ID 184933)
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cite-note-55. ↑ UniProt-Suchergebnis
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